Getränkekunde

Irish Whiskey

Irland gilt als die Geburtsstätte des Whisk(e)ys. Bereits seit dem 6. Jahrhundert kennt man dort das Brennen von vergorenem Getreidesaft.

Die irischen Whiskeybrenner haben sich inzwischen zur Gruppe der Irish Distillers zusammengeschlossen. Das Zentrum der irischen Whiskeyindustrie ist Middleton im County Cork, wo vier von fünf Hauptmarken irischen Whiskeys angesiedelt sind. Lediglich die nordirische Bushmills Distillery ist selbständig. Dennoch besitzt jede Marke ihren eigenen typischen Charakter. Die Herstellungsweise von Irish Whiskey unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von der des Single Malts. Das pot-still-Verfahren ist zwar das traditionelle, dennoch wird seit geraumer Zeit auch das patent-still eingesetzt. Die Destillation erfolgt immer dreifach, wobei die zwei verschiedenen Brenn-Verfahren je nach Marke miteinander kombiniert werden, z.B. pot - patent - pot oder pot - pot - patent. Ebenso wird nicht nur gemälzte Gerste gebrannt und diese auch nicht über Torffeuer getrocknet. Aus diesem Grund fehlt dem irischer Whiskey der Rauchgeschmack. Er besitzt stattdessen ein sehr weiches, rundes Bouquet. Dieses ist stärker als bei anderen Whisk(e)y-Sorten vom Aroma des Holzfasses geprägt. Die einzelnen Destillate, die zum Verschneiden des endgültigen Produkts verwendet werden, lagern in vielfältigen Fasssorten und differieren daher geschmacklich äußerst stark. Aufgrund der ausgeprägten Einflussnahme des Fassholzes auf den einzelnen Whiskeys, die später miteinander "verheiratet" werden, nennt man in Irland das Verschneiden nicht Blending sondern Vatting, abgeleitet vom englischen Wort "vat", was Fass bedeutet.

 

Bekannte Marken:

Bushmills, 40 % Vol.

John Jameson, 40 % Vol.

Paddy, 40 % Vol.

Tullamore Dew, 40 % Vol.


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